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 Diagnostik / Leitlinien zur Stufendiagnostik /

Leitlinien zur Stufendiagnostik

Empfehlungen zum rationellen und diagnostisch effizienten Einsatz vorhandener Laboruntersuchungen

In der Labordiagnostik stehen zur Beantwortung verschiedenster diagnostischer Fragestellungen immer mehr Untersuchungsmethoden zur Verfügung. Unter medizinischen, aber auch wirtschaftlichen Gesichtspunkten rückt die Etablierung von diagnostischen Leitlinien als Stufenprogramme in den Vordergrund.

Bei der Stufendiagnostik werden zunächst sensitive Such- oder Screeningverfahren eingesetzt, um dann anhand der Testergebnisse das weitere Vorgehen festzulegen. Es schließen sich ggf. eine zweite oder mehr Stufen an, um die endgültige Diagnose stellen zu können. Dieses Vorgehen ist unter Beachtung der folgenden Bedingungen in aller Regel auch kostengünstiger:

Ausreichende Probenstabilität: Die Probe wird so gelagert, dass auch spätere Untersuchungen von empfindlichen Parametern noch möglich sind.
Hohe Sensitivität der Eingangstests: Laboruntersuchungen, die in der ersten Stufe als Eingangstest verwendet werden, müssen sehr empfindlich (sensitiv) sein, d.h., sie erkennen einen möglichst hohen Prozentsatz der Kranken
Kostenbewusstsein: Es hat sich bewährt, zunächst "preiswertere" Laboruntersuchungen für das "Screening" einzusetzen. Hiervon wird abgewichen, wenn das "teuere" Laborverfahren eindeutige diagnostische Vorteile hat
Orientierung an Prävalenz und Inzidenz: Nach dem Grundsatz "Das Häufige ist häufg, das Seltene selten" werden zunächst die häufigen Verdachtsdiagnosen abgeklärt.
Zeitmanagement der Stufendiagnostik: Der Kostendruck im Gesundheitswesen fordert eine zeitlich effiziente Labordiagnostik. Bei entsprechender Indikation sollten bzw. können einzelne Stufen der Labordiagnostik zusammengefasst werden.
Stufendiagnostik als Auftrag: Im Bereich der vertragsärztlichen Versorgung ist zu beachten, dass die beauftragten Leistungen nach Art und Umfang nur nach Zustimmung des den Auftrag erteilenden Arztes durchgeführt werden dürfen.

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